Hintergrundwissen: chin. Philosophie
Qi, Chi
(qì)
Zwischen 700 und 221 v. Chr. wurde erkannt, dass am Anfang der Welt das Qi eine Einheit war und sich das System des Yin und Yang herausbildetete. Damit wurde es in den nächsten 500 Jahren zum Inhalt zahlreicher traditioneller chinesischen Wissenschaften. In der Folge wurde der Begriff des Qi (qì) ist in der chinesischen Kultur sehr vielseitig interpretiert.
Desshalb können wir in der deutschen oder englischen Übersetzung keinen wirklich passenden Begriff finden. Am Besten passt meiner Meinung nach das Wort Lebensenergie dazu.
Qi wird in vielen Formen erklärt, so gibt es Yin-Qi wie natürlich auch ein Yang-Qi. Es wird in Holz-, Feuer-, Erd-, Metall- und Wasser-Qi entsprechend den 5 Wandlungsphasen eingeteilt. Es gibt das Qi des Blutes (Lebenssaft) und das Qi der Lebensenergie, die durch die Meridiane führt. Nach der Theorie wird das Lebewesen krank, wenn der Qi-Fluss blockiert wurde. Auch in der Chakra-Lehre aus Indien gilt, dass, wenn eines oder mehrere Chakren blockiert ist, das Lebewesen krank wird.
Wir können es durch unsere Umgebung, insbesondere aus der Natur und die Nahrung (5 Elemente Küche) aufnehmen. Damit verbrauchen wir weniger Geburts-Qi und können länger Leben.
Die Vielseitigkeit des Qi erinnert mich an die Forschungsergebnisse der Quanten-Physik und der Neurologie. Es wurde eine Tür geöffnet, die die alten Weltbilder aus dem asiatischen Raum erklären könnten und unser Wissenschaftsbild erweitert.
Qi will sanft fliessen. Ist es zu schnell oder wird es gestört, wirkt Qi negativ und wird dann Sha (shā) genannt.
Im Bereich des Feng Shui ist das Qi die Energie, welche durch unsere Umgebung/Raum (Landschaft/Haus) fliesst. Dieses
fliessende Qi wird deutlich durch die Bewegung der Luft (Wind: fēng) oder der Wellen (Wasser: shuĭ), aber auch durch Lichtstrahlen. Das Qi durchfliesst unseren Körper und kann langsam oder sanft fliessend uns (Mensch, Tier und Raum) stärken. Tai Chi oder Qi Gong - Übungen lassen das Qi sanft fliessen und stärken damit unsere Gesundheit. Schnell fliessendes oder gestörtes Qi, somit Sha, kann uns schwächen.